Startups werden Kommunal gegründet

Die Jungen Liberalen aus der Region Offenbach fordern die in der Stadt und im Landkreis vertretenen Parteien auf, sich verstärkt um Anreize für Unternehmensgründer zu bemühen. Es existiert keine Gründerkultur trotz einer sehr guten Infrastruktur mit verhältnismäßig niedrigen Gewerbesteuern für das Rhein-Main Gebiet, so Dario Clos von den Jungen Liberalen.

Neugründungen oder auch internationalisiert Startups genannt, sind kein neumodischer Trend, sondern für Deutschland eine überlebenswichtige Strategie um den Wohlstand und den dahinterstehenden Sozialstaat zu stützen. Deutschland besitzt gegenüber anderer Länder nur wenige „nicht erneuerbaren“ Rohstoffe und ist daher von dem Einfallsreichtum der Bürger jeher abhängig.

In der Vergangenheit wurden Unternehmensgründungen wesentlich stärker praktiziert, wie die Zahlen des StBA aus den vergangenen Jahren zeigen. Lag die Anzahl der Gewerbeanmeldungen im Jahr 2004 noch bei 960.533 Anmeldungen pro Jahr, waren es 2016 nur noch 685.373 Anmeldungen. An dieser Stelle könnte der hohe bürokratische Aufwand einer Neugründung der Grund für die zurückgehenden Gewerbeanmeldungen sein, jedoch sind auch aufwendige Zertifizierungen sowie der Einkauf von teuren Prozessen eine Herausforderung für Gründer.  Meistens treffen solche Unkosten bei Investoren auf Unverständnis und eine Finanzierung  scheitert. Ebenfalls existieren sehr viele gute Gründerideen, welche aber oft durch die fehlende wirtschaftliche Expertise der Gründer schnell wieder in das Nirwana der Ideen verschwinden.

Um diesem negativen Trend entgegenzuwirken, sollte sich die Region Offenbach auf ein Gründungszentrum verständigen. Dieses unterstützt durch seine fachliche Expertise in wirtschaftlichen Fragen und dient darüber hinaus als Forum für Investoren und Neugründern.